Archive for ‘Centrope’

11. Juli 2010

BBB-Mitglieder nach Unternehmen und Organisationen – die aktualisierte Liste 2010/07

Wo sind die über 100 Mitglieder des Brno Business Board beschäftigt? Welche Kontakte gibt es wohin?

Die neu aktualisierte Liste gibt Auskunft, wer für welche Firma bzw. Organisation Ansprechpartner ist. Die Liste ist am Stand 07/2010, nächste Aktualisierung ist für 10/2010 vorgesehen.

Für Mitglieder: Sollte die Liste Änderungen oder Ergänzungen bedürfen, loggen Sie sich bitte in Ihren Account ein und mailen Sie an „Stefan Weiß“. Die Korrekturen werden dann umgehend vorgenommen! Noch kein Mitglied? Schnell kostenlos registrieren!

Die Liste ist auch auf www.zentraleuropa.net veröffentlicht.

Beste Wünsche und einen schönen Sommer!
Stefan Weiß

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29. Juni 2010

Ab 1.7.: ÖBB-Einfach-raus-Ticket – ab/bis Břeclav / ÖBB-EURegio-Ticket Wien-Znaim-Wien und Wien-Mikulov-Wien

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erleichtern ab 1. Juli den grenzüberschreitenden Personenverkehr zwischen Österreich und Tschechien. Touristische Ziele in Grenznähe werden dadurch noch um eine Spur attraktiver.
– Der Grenzbahnhof Břeclav (Lundenburg) ist ab 1.7. auch mit dem beliebten „Einfach-raus-Ticket“ erreichbar. Gruppen bis zu 5 Personen können EuRegio- Regional- und Schnellbahnzüge flächendeckend in Österreich um nur 28 € (für die ganze Gruppe) benutzen. Jetzt auch grenzüberschreitend nach Břeclav. Ab Břeclav besteht an Wochenenden z.B. Anschluss nach Lednice zum beliebten neugotischen Liechtensteinschloss Eisgrub.

Die beliebten „Dosto“-Züge im Linienbetrieb
Payerbach-Reichenau – Wien – Břeclav
Foto: ÖBB

– Die historische Weinstadt Znaim in unmittelbarer Nähe zum tschechischen und österreichischen Nationalpark Thayaauen/Podyjí ist mit dem EuRegio-Ticket incl. Rückfahrt um 15 € zu haben. Die Strecke wurde 2009 voll elektrifiziert – die Fahrt über die Thaya-Brücke (zu ihrer Bauzeit die höchste Eisenbahnbrücke der Welt) mit dem Panorama der Altstadt von Znaim im Hintergrund ist ein Erlebnis. Das Rückfahrticket gilt 4 Tage lang.

– Ebenso sind die Städte Mikulov (Nikolsburg) und Valtice (Feldsberg) im EuRegio-Ticket-System enthalten. Die Fahrt dorthin kann über Znaim oder über Břeclav erfolgen. Hin- und Rückfahrt (4 Tage lang gültig) kosten 18 €. Mikulov ist nicht nur eine beliebte Grenzstadt mit Burg und Kalvarienberg, sie bietet sich auch als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Pöllauer Berge (Pálava) und zum Stausee Nové Mlýny an. Valtice ist durch sein Schloß weit über die Grenzen bekannt. In Valtice werden alljährlich die besten tschechischen Weine prämiert – sie ist somit die „Weinhauptstadt“ des Landes. Valtice liegt in unmittelbarer Nähe zu Lednice und eignet sich für Rad-, Kanu- und Bootstouren durch die naturbelassenen Thayaauen.

Infos zu den neuen Tschechien-Angeboten der ÖBB finden Sie hier.

21. Juni 2010

Lednice: Kultur, Natur und Eisenbahnromantik auf halbem Weg von Wien nach Brünn

Sommerzeit ist Ferienzeit ist Ausflugszeit!

Nach dem verregneten Frühjahr endlich einmal wieder raus aus der Stadt und hinein in die wunderschöne und geschichtsträchtige südmährische Sommerlandschaft! Lednice mit seinem neugotischen Liechtensteinschloss und dem umgebenden Naturparadies ist auch in dieser Saison ein ganz heißer Tipp. Aufgrund der Lage direkt an der tschechisch-österreichischen Grenze ist es sowohl aus Brünn, als auch von Wien aus leicht zu erreichen.

Slideshow: Bahnhof Břeclav, Schloß Lednice (Eisgrub), Schloßpark, Räumlichkeiten, Palmenhaus, Schloßteich mit Kanälen, Minarett.

Fotoalbum „Břeclav – Lednice“auf Brno Business Board.

Eisenbahnfreunde kommen bei diesem Ausflug besonders auf ihre Rechnung: An Wochenenden haben Eurocity- bzw. Supercity-Züge aus Wien und Brünn in Břeclav einen direkten Anschluss zum historischen Motorwagen M131.1 „Hurvínek“, der zwischen Břeclav und Lednice pendelt. Dieser Triebwagen, Baujahr 1955, wurde von den Tschechischen Bahnen (ČD) als besondere Attraktion restauriert. Die kurze Fahrt auf der eingleisigen Stichstrecke nach Lednice führt kurze Zeit durch die Industriezone Břeclavs, danach aber regiert Natur pur. Durch die geschützten Thaya-Auen, vorbei an den Lednice-Fischteichen, bis zum Bahnhof Lednice, der sein Aussehen aus der k.u.k.-Monarchie bewahren konnte.

Video: Fahrt im Motorwagen M131.1 „Hurvínek“ auf der Strecke Břeclav – Lednice (Hier: Boří les – Poštorná). Quelle: YouTube, User „benskalavideo“.

Lednice liegt im sogenannten „Lednice-Valtice-Areal“, das vom südmährischen Tourismus zu einem Dorado des „Sanften Tourismus“, vor allem für Radfahrer, Wanderer und Wassersportler erschlossen wurde.

Links:

ÖBB-Fahrplanheft Wien-Břeclav-Lednice und zurück (Wochenendfahrplan, PDF-File)
weitere ÖBB-Fahrpläne

Lednice, Tourismus-Informations-Zentrum
Schloss Lednice
Malawi-Aquarium Lednice
Schifffahrt Schlossareal Lednice
Kutschenfahrten: Hippo Club Lednice
Tierpark
Rennbahn Lednice

8. Juni 2010

Österreichischer Gruppenstand auf der MSV Brno 2010

Österreich ist heuer offizielles Partnerland der Maschinenbaumesse MSV

Die österreichischen Unternehmen auf der Gruppenausstellung bei der MSV vom 13.-17.9.2010 heissen Sie herzlich willkommen und freuen sich, Ihnen ihre Produkte und Dienstleistungen in persönlichen Gesprächen präsentieren zu können. Für Rückfragen steht Ihnen gerne Herr Dipl.-Ing. Martin Žák vom ÖAW-Marketingbüro Brünn gerne zur Verfügung.

2. Juni 2010

Wirtschaftscocktail Brünn – Juni

Gerne möchten wir Sie zu unserem nächsten Wirtschaftsstammtisch in Brünn einladen, der am 7. Juni 2010 um 18:00 Uhr, wie immer im Grandhotel Brno (im Stadtzentrum gegenüber dem Hauptbahnhof) stattfindet.

Rund zwei Jahre sind wir mit der Wirtschaftsrezession konfrontiert. Fast täglich kommt das Wort „Krise“ in verschiedensten Variationen in den Medien vor. Das Thema wird auch ständig von Experten, Unternehmern oder Politikern diskutiert.

Da die Stärke einer Krise einen direkten Zusammenhang mit der Medienaufmerksamkeit hat, ist es interessant auch die Meinung der Medienexperten zu hören.

In unserer Runde begrüßen wir diesmal

Frau Dipl. Ing. Hana Pavlištová, Leiterin der tschechischen Informationsagentur ČIA, die uns das Thema „Rolle der Medien in der Zeit der Wirtschaftskrise“ präsentieren wird.

Organisator: Österreichische Außenwirtschaft, Marketingbüro Brünn

Info: DI Martin Žák

30. Mai 2010

65 Jahre „Brünner Todesmarsch“

Liebe Freunde des BBB,

am 31. Mai 2010 gedenkt man dem 65. Jahrestag des „Brünner Todesmarsches(„Brněnský pochod smrti). Zu diesem Anlass möchte ich untenstehend einen lesenswerten Artikel von aus der „Presse“ vorstellen, der die furchtbaren Ereignisse rund um die totale Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung Südmährens im Jahr 1945 äusserst treffend reflektiert.

Der Jahrestag soll keinesfalls Anlass sein, die Fehler und Verbrechen der Vergangenheit aufzurechnen. Vielmehr sollte man die Gelegenheit nutzen, für heute und für künftige Generationen die Lehren daraus zu ziehen.

Gedenktafel Brünner Todesmarsch



******** Die Presse, 29.5.2010 ********


Fronleichnam 1945: Das Trauma des Brünner Todesmarsches






Die Deutschen in der mährischen Hauptstadt müssen über Nacht die Heimat verlassen. Was dann in der Nacht zum 31.Mai 1945 beginnt, ist in die Geschichte als der „Brünner Todesmarsch“ eingegangen.




Im Mai vor 65 Jahren geht auch in Böhmen und Mähren der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Die traumatisierten Überlebenden, Tschechen und Deutsche – die Juden waren bereits von den Nazis vernichtet worden – kriechen aus den Kellern. Man könnte nun an den Wiederaufbau gehen. Auch in Brünn (Brno) etwa, der Hauptstadt Mährens. Einheimische Tschechen sagen zu ihren deutschen Nachbarn: „Es wird alles wieder gut werden, jetzt sind endlich die Nazis fort, nun wird alles wieder wie früher!“ Viele Deutsche würden das nur allzu gern glauben.




Es wird aber täglich schlechter, die Deutschen werden entlassen, sie dürfen nur mehr manuelle Arbeit leisten, sie müssen ausnahmslos weiße Armbinden tragen (N =
„nemec“ = „Deutscher“). Präsident Edvard Beneš besucht Brünn, es ist der Auftakt für das Kommende. In „Koleje“, einem ehemaligen tschechischen Studentenheim, das während der Nazi-Zeit der Gestapo als Gefängnis gedient hat, spricht Beneš zu Arbeitern und Studenten. Er ruft nach Rache, er entfacht in den Zuhörern einen Hass, der sich blind auch gegen Schuldlose richtet. Die Menge ist bereit zur Tat.





„Alle Deutschen raus!“




Was dann in der Nacht zum 31.Mai 1945 (Fronleichnam) beginnt, ist in die Geschichte als der „Brünner Todesmarsch“ eingegangen. Am späten Abend wird die Parole ausgegeben: „
Všechny nemci ven!“ „Alle Deutschen raus!“ Trupps bewaffneter Arbeiter und Partisanen eilen von Haus zu Haus, die Gewehrkolben donnern an die Türen: „Packt das Wichtigste, ihr müsst fort! In zwei Stunden müsst ihr auf dem Hauptplatz gestellt sein. 15 Kilo Gepäck, mehr nicht!“ Es handelt sich vornehmlich um Frauen, Kinder und alte Menschen, wie die Augenzeugen berichten. Die wehrfähigen Männer sind noch nicht heimgekehrt oder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft.



In der Morgendämmerung formierte sich ein Zug von 35.000 Menschen, der sich in Richtung Süden nach Österreich in Bewegung setzte. Alle paar Meter ein Posten, das Gewehr griffbereit, Kolbenschläge für die Erschöpften. Wegen eines Gewitters erreicht der Zug Pohrlitz (heute Pohořelice) mit nassen Kleidern, durstig und hungrig. Verseuchtes Wasser führt zu ersten Ruhrerkrankungen, Hunderte sterben, auch durch Misshandlungen. Wer sich nicht mehr weiterschleppen kann, wird am Ende des Zuges erschossen und in den Straßengraben gestoßen.






Augenzeuge Androsch




Am nächsten Abend erreicht man die österreichische Grenze, Bauern helfen, aber die Tausenden sind zu viel. Wieder sterben Hunderte, sie werden in Massengräbern entlang der Brünner Straße bis Wien verscharrt.




In Mähren, hart an der Grenze zu Niederösterreich, liegt Piesling, ein kleines Dorf. Dort, bei Verwandten, erlebt 1945 die Familie Hans und Lia Androsch mit dem kleinen Sohn Hannes Ähnliches. Bis zwölf Uhr mittags, erinnert sich der spätere Finanzminister und Vizekanzler, mussten alle deutschen und deutschstämmigen Bewohner ihr Dorf verlassen. Auch der Onkel und die Tante. „Sie gingen in ihrem schwarzen Sonntagsstaat. Zum Abschied sind sie niedergekniet und haben die Türschwelle geküsst.“ Mutter Lia Androsch stellte ihren Sechsjährigen zum Fenster und sagte: „Schau dir an, was hier passiert. Du darfst es dein ganzes Leben nicht vergessen.“






Ein Stachel im Fleisch der EU




Er hat es nicht vergessen. In Prag, in Brünn und anderswo im EU-Mitgliedsland Tschechien würde man diese Ruchlosigkeit zwar gerne „vergessen“, wären da nicht die Österreicher, die sich mit derlei Verbrechen nicht abfinden. Nur der tschechische Dichterpräsident Václav Havel war in seiner Amtszeit auf dem Hradschin fair genug, die Vertreibung von rund drei Millionen (deutschen) Bürgern aus ihrer angestammten Heimat als Schandfleck zu bezeichnen.




Als Bundespräsident Heinz Fischer heuer– ohnehin recht milde – von einem „schweren Unrecht“ sprach, zeigte sich der tschechische Senatspräsident Přemysl Sobotka „überrascht“, dass ein Spitzenpolitiker Österreichs noch heute „die Entscheidung der Weltmächte“ angreife, die Edvard Beneš doch nur umgesetzt habe.






„Menschliche Abschiebung“




Die Wahrheit sieht natürlich anders aus. Zwar stimmten die siegreichen Alliierten im Potsdamer Protokoll 1945 der Forderung der ČSR-Regierung Beneš zu, die deutsche Minderheit im Lande „ordentlich“ abzuschieben, doch von Enteignung, Vermögensentzug, Schaffung von Konzentrations- und Zwangsarbeitslagern war im Potsdamer „Cecilienhof“ keine Rede.




Während dieser Konferenz der „Großen drei“ (Stalin, Truman, Attlee) vom 17.Juli bis 2.August war die gewaltsame Vertreibung der Deutschen schon fast abgeschlossen. Der Sowjetdiktator Stalin hatte also nicht ganz unrecht, als er meinte, es gäbe in Böhmen, Mähren, Schlesien und Ostdeutschland sowieso „nur mehr eine deutsche Restbevölkerung“, die Masse der Deutschen sei bereits nach Deutschland geflüchtet. So kamen alle Ermahnungen der Alliierten an den tschechoslowakischen Präsidenten Beneš zu spät.








„Es wird notwendig sein…, insbesondere kompromisslos die Deutschen in den tschechischen Ländern und die Ungarn in der Slowakei völlig zu liquidieren…“



Beneš nach seiner Rückkehr aus dem Londoner Exil am 16.Mai 1945 vor einer begeisterten Menge auf dem Altstädter Ring in Prag.




Er hatte sein Ziel nach vielen Jahren „Vorarbeit“ erreicht. Denn schon 1938, als Hitler die Tschechoslowakei immer stärker bedrohte, schlug Beneš in einem internen Schreiben vor, Deutschland einen Teil des Sudetenlandes abzutreten (rund 5000 von 28.000Quadratkilometern, also circa 18Prozent) und gleichzeitig einen großen Teil der in der Tschechoslowakei verbleibenden deutschsprachigen Bevölkerung (nach Beneš‘ überschlägigen Berechnungen etwa 2,2Millionen) zwangsweise auszusiedeln.




Im Londoner Exil während des Weltkrieges hatte Beneš weiter an der Rechtlosmachung der deutschen Mitbürger gearbeitet: Das „Kaschauer Programm“ vom 5.April 1945 legte dann die Basis für vier Präsidentendekrete – noch vor der Potsdamer Konferenz. Dabei ging es um die Ungültigkeit von Vermögensgeschäften, um Bestrafung und um die Konfiskation des Grundbesitzes. Mit einer Note vom 3.Juli ersuchte dann die tschechische Regierung die Alliierten um Aufnahme des Vertreibungsprogramms in die Tagesordnung von Potsdam. Da war die „wilde Vertreibung“ längst durchgeführt.






Das Massaker von Postelberg




Während das offizielle Tschechien zu den Verbrechen weiter schweigt, denkt die jüngere Generation weit europäischer. Am 6.Mai lief im tschechischen Fernsehen zur besten Sendezeit die Dokumentation
„Töten auf tschechische Art“ von David Vondráček. Ein Amateurfilmer hatte im Mai 1945 Hinrichtungen in der Prager Siedlung Bořislavka aufgenommen. Zu sehen ist eine lange Reihe von über 40 Männern in Zivilkleidung. Die meisten, aber nicht alle, sollen Deutsche gewesen sein. Sie stehen am Straßenrand mit dem Rücken zur Kamera und fallen von Kugeln getroffen in den Graben. Anschließend zermalmt ein Lkw der Roten Armee die Körper.



Regisseur Vondráček verweist auch auf das bekannte Massaker an deutschen Zivilisten im nordböhmischen Postelberg (Postoloprty). Über 760Männer zwischen 15 und 60Jahren wurden hingerichtet: „Die Toten von Postelberg sind Teil des größten Massenmordes zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und den Ereignissen im bosnischen Srebrenica 1995.“




Seit dem Mai 2005 steht ein Beneš-Denkmal gegenüber dem Prager Außenamt.

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Den vollständigen Artikel findet man über diesen Link.

22. Mai 2010

Autobahn Brünn-Wien: Quo vadis?

Die unendliche Geschichte um den Bau der Autobahnverbindung zwischen Brünn und Wien ist nunmehr wieder um ein Kapitel reicher. Die österreichische staatliche Gesellschaft ASFNAG, die mit dem Bau der Autobahn beauftragt ist, erwägt einen Baustopp. Der Ausbau bis zur Grenze mache keinen Sinn, so ASFINAG-Chef Alois Schedl im Gespräch mit der österreichischen Presse, wenn die Anbindung auf tschechischer Seite nur eine Fahrspur pro Richtung habe. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Verbindung soll spätestens im Herbst fallen. Die Chefin der österreichischen Grünen, Eva Glawischnig, hat sich zudem dieser Tage angesichts der Budgetsituation des Bundes für einen Stopp sämtlicher Großprojekte im Straßenbau ausgesprochen.

Bau der Nordautobahn im Weinviertel

Die Nordautobahn endet derzeit bei Schrick im Bezirk Mistelbach. Sie sollte nach 20jähriger (!) Planung bis zur Grenze Drasenhofen/Mikulov gebaut und anschließend nach Brünn weitergeführt werden. Uneinigkeit auf tschechischer Seite hinsichtlich der Trassenführung trugen immer wieder zur Verzögerung der Planung bei. Einerseits wurden ökologische Bedenken im sensiblen Thayatal und bei der Querung des Stausees Nové Mlýny angeführt, andererseits spielt auch ein Interessenskonflikt der Kreise Südmähren und Zlín eine Rolle: Südmähren sieht die Nordautobahn in erster Linie als Verbindung zwischen Brünn und Wien, während Zlín und die nordmährischen Regionen auf die gesamteuropäische Bedeutung des Projektes als Hauptverkehrsweg von Venedig über Wien und Warschau bis an die Ostsee, das Baltikum und St. Petersburg hinweisen. In diesem Fall wäre eine Trassenführung über Břeclav, Uherské Hradiště und Zlín die logischere Variante als über Brünn.

13. Mai 2010

Austria Showcase Umwelttechnologie Tschechien 2010

Österreich ist das offizielle Partnerland der Maschinenbaumesse Brünn 2010

Sehr interessant und vielversprechend entwickeln sich
wasserwirtschaftliche Projekte in kleineren Städten und Gemeinden sowie
die Verarbeitung und Beseitigung von Abfall. Unter den verschiedenen
erneuerbaren Energiequellen spielen zudem Biogas und insbesondere
Biomasse eine Schlüsselrolle; es ist zu erwarten, dass der Energiemix
in Tschechien dadurch entsprechend beeinflusst wird. Der ASC
Umwelttechnologie richtet sich an österreichische Unternehmen in den
Bereichen Abfallmanagement, Lärmschutz, Luftreinigung, Wasser und –
Abwasserentsorgung, Industriereinigung sowie Biogas und Biomasse und
gibt Ihnen in kompakter Form einen Überblick über den tschechischen
Umwelttechnologiemarkt. Ein Besuch der internationalen
Maschinenbaumesse MSV, die dieses Jahr den Schwerpunkt auf
Umwelttechnik legt, rundet das Programm ab.

Österreich ist dieses Jahr offizielles Partnerland der internationalen
Maschinenbaumesse MSV und übernimmt die Schirmherrschaft über diese
bedeutendste Industrieveranstaltung der Centrope-Region. Der ASC
Umwelttechnologie gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen anlässlich
der diesjährigen MSV. Es ist zu erwarten, dass die tschechische
Fachpresse der Schirmherrschaft Österreichs anlässlich der MSV und
somit auch dem ASC Umwelttechnik entsprechend Rechnung tragen wird.

Durch Förderung aus der Internationalisierungsoffensive beträgt der Teilnahmebeitrag für Mitglieder statt € 300 € 150, für Erstteilnehmer € 50 (siehe dazu hier), für Nichtmitglieder statt EUR 600 EUR 450 und wird von der Wirtschaftskammer Österreich per Beitragsvorschreibung verrechnet. Für diese Leistungen fällt keine Umsatzsteuer an.

Quelle: Advantageaustria.org

24. November 2009

Wien feiert 170 Jahre Bahnverbindung nach Brünn

Am 7. Juli 1839 fuhren die ersten Züge auf der 145 km langen Kaiser-Ferdinand-Nordbahn zwischen Wien und der mährischen Hauptstadt Brünn. „170 Jahre Nordbahn“ sind der Anlass für eine kleine Ausstellung, die das Technische Museum Wien (TMW) ab 24. November 2009 im Umfeld der Lokomotive „Ajax“ präsentiert.

K.u.k.-Architektur am Brünner Haubtbahnhof

Die Geschichte der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn wird anhand von ausgewählten Archivalien aus dem Eisenbahnarchiv des Museums und aus dem Österreichischen Staatsarchiv sowie einigen besonderen Großobjekten rund um die Nordbahn-Lokomotive „Ajax“ in fünf Kapiteln erzählt.

Der Eisenbahn kommt auch in Zukunft eine tragende Rolle bei der Überwindung nationaler Grenzen zu. Die Nordbahn ist heute Teil der transeuropäischen prioritären Achse TEN-T 23 vom Baltikum über Warschau bis Wien und Bratislava. Dazu zeigt die Ausstellung einige aktuelle Filme.

Die Schau entstand unter der Projektleitung von Dr. Helmut Lackner (TMW) und Dr. Günther Dinhobl (ÖBB) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (SC Mag. Dr. Gerhard Gürtlich), dem Österreichischen Staatsarchiv (Allgemeines Verwaltungsarchiv – Finanz- und Hofkammerarchiv HR Dr. Gerald Theimer) und der Stabsabteilung/Bibliothek (HR Dr. Gerhard Artl) sowie der ÖBB-Infrastruktur AG.

Quelle: TMW

21. Oktober 2009

Centrope-Preis 2009 für „Brückenbauer“ Eduard Harant

Viele Worte um seine Person seien ihm unangenehm, hieß es bei der Centrope-Preisverleihung im Wiener Rathaus: Nur folgerichtig übergab der 1930 in Wien geborene Medienunternehmer und Verlagsdirektor KR Eduard Harant den mit 10.000 Euro dotierten Preis auch gleich weiter zugunsten des Aufbaus einer historischen Bibliothek für das Dr. Karl Renner-Haus in Dolní Dunajovice. Beim Festakt, den der Leiter des Wiener Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien HR Fred Vavrousek moderierte, fanden sich neben vielen Festgästen auch prominent die Botschafter von Ungarn (Dr. István Horváth), der Slowakei (Dr. Peter Lizák) und Tschechien ein. Letzterer, Dr. Jan Koukal, hatte dieses Jahr das Vorschlagsrecht. In seiner Rede erinnerte er an ein legendäres „Moldau-Treffen“ mit Harant im „Fall des Eisernen Vorhang“-Jahr 1989, wo viele Verbindungen und Projekte mit der „Modellstadt Wien“ (Koukal) gelegt wurden.

Harant, der in den Laudationes für sein Lebenswerk oftmals als Brückenbauer beschrieben wurde – „Für die Wiener ist er ein Wiener, für die Tschechen ein Tscheche“ – wuchs zweisprachig im krisengeschüttelten Wien der Zwischenkriegszeit auf. Nach 1945 bzw. 1948, als die Tschechoslowakei aufhörte als freier eigenständiger Staat zu existieren, machte Harant Karriere im Wiener Medien- und Verlagsgeschäft. In seiner Rede erinnerte er sichtlich gerührt an die wesentliche Bedeutung von Altbürgermeister Dr. Helmut Zilk (1927 – 2008), dessen Todestag sich am 24. Oktober jährte. Zilk, aber auch der damalige Wiener Finanzstadtrat Rudolf Edlinger, wie auch Prof. Paul Twaroch (ORF Niederöstereich), der ehemalige Bundespräsident Dr. Thomas Klestil, wie auch die beiden Landeshauptleute von Wien (Dr. Michael Häupl) und Niederösterreich (Dr. Erwin Pröll) hätten sich ebenso um das Miteinander in Centrope verdient gemacht. Harrant selbst engagierte sich immer wieder für akute Hilfsprojekte, vor allem aber rief er die Österreichisch-Tschechische Gesellschaft ins Leben, deren erster Präsident Zilk war und deren Leitung, von Häupl übernommen wird.

Centrope umfasst heute rund sechs Millionen Einwohner und beschreibt Teile der Länder Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Seit der Centrope-Gründung im Jahr 2001 habe sich die Region „sehr gut entwickelt“, so Wiens Planungsdirektor DI Dr. Kurt Puchinger in seiner einleitenden Rede. Ähnlich positiv fiel auch die Einschätzung von Raiffeisen-Vorstandsdirektor Mag. Reinhard Karl – Raiffeisen und Stadt Wien vergeben bereits zum dritten Mal den Preis für außergewöhnliche Verdienste im Centrope-Raum -, der vor allem das wirtschaftliche Potential dieses mehrsprachigen Raums hervorhob. Der Twin-City-Liner, der Wien mit Bratislava auf dem Wasserweg verbindet und bereits über 400.000 Passagiere transportiert hat, ist vielleicht das augenfälligste Beispiel der Zusammenarbeit in der Centrope-Region, der im Hintergrund viele weitere bildungs- und wirtschaftliche Kooperationen entsprechen.

Quelle: Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien