Archive for ‘Kultur’

9. Juli 2013

Tschechiens Top-Musik-Event vom 18.-21.7.2013: Colours of Ostrava

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„Colours of Ostrava“ ist ein Multi-Genre-Festival, der jährlich in Ostrau stattfindet. Wie im letzten Jahr wird die Veranstaltung in der eindrucksvollen Umgebung von Dolní Vítkovice abgehalten; ein Gelände mit ehemaligen Hochöfen, Bergwerken und Eisenhütten. Das erste Festival fand bereits 2002 statt. In den Jahren 2005 und 2006 erhielt „Colours of Ostrava“ die Tschechische Auszeichung „Anděl“ für den Musik-Event des Jahres . Dreimal war es auch beste Musik-Event des Jahres in der Kategorie Konzert / Festival des Jahres mit dem ALMA Akropolis Live Music Awards.

Das Festival hat im Laufe der Jahre eine Reihe von beeindruckenden Headlinern nach Ostrau gebracht: Grinderman, Robert Plant, ZAZ, Alanis Morissette, Cranberries, Sinéad O’Connor, Bobby McFerrin, Mariza, Salif Keita, Jamie Cullum, Janelle Monáe, The Flaming Lips, Antony and the Johnsons, Jan Garbarek, Gipsy Kings, Kronos Quartet, Michael Nyman sowie Animal Collective, zzgl. Top-Namen in Jazz, Weltmusik, Rock, Pop sowie der alternativen Szene. Das Festival bietet auch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Theater, Workshops, Diskussionen, Filme usw.

 

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Das Programm der heurigen Veranstaltung vom 18.-21.7.2013 ist an Hochkarätigkeit kaum noch zu überbieten. 105 Bands und DJ’s werdem dem fachkundigen Publikum einheizen.

 

Links:   Bands | DJ’s | PROGRAMM

Webseite (engl.): http://www.colours.cz/en 

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23. August 2012

„Powidl“ – Ein neues Online-Magazin aus Tschechien für Deutsche und Österreicher

Vereinfachte Informationssuche für Deutschsprechende, neue Chancen für tschechische Kleinunternehmen auf www.powidl.eu

Schwierig und in manchen Fällen unmöglich ist es, auch ohne Sprachkenntnisse des Tschechischen Informationen über kleinere Orte oder kleinere Unternehmen in Tschechien zu erhalten. Als Österreicher, die schon seit sieben Jahren in der Tschechischen Republik als Journalisten tätig sind, beschäftigt die Gründer des Magazins dieses Problem auf Schritt und Tritt: Bei den Recherchetätigkeiten stößt man im Internet auf eine Fülle von tschechischen Webseiten mit toten Links, inhaltlichen Fragmenten, wenige ins Englische oder Deutsche übersetzte Seiten, die dann meist lückenhaft, schlecht übersetzt oder nicht aktualisiert sind. Man versteht, wie man in Österreich sagt, nur „Powidl“.
„Unser Online-Magazin „Powidl“ soll diese Lücken auf breiter Ebene schließen. Aktuelle Meldungen über Politik und Wirtschaft werden leicht verständlich aufbereitet und kommentiert: „Powidl“ soll den trockenen Informationen ihren eigenen Geschmack geben. Vor allem aber steht das reichhaltige, in den deutschsprachigen Nachbarländern aber immer noch unbekannte Kulturleben im Vordergrund. Zusätzlich richtet „Powidl“ alle 2 Wochen die Aufmerksamkeit auf eine andere Kleinstadt oder touristische Region Tschechiens“, sagt Stefan Weiß, langjähriger Mitarbeiter der deutschsprachigen „Prager Zeitung“ und Mitbegründer des „Powidl“.
Neue Chancen für kleine Unternehmen.
Der Dienstleistungssektor ist den Gründern von „Powidl“ ein besonderes Anliegen. „Als Bewohner des tschechisch-österreichischen Grenzgebietes kennen wir die Schwierigkeiten tschechischer Kleinbetriebe, österreichische Kunden zu gewinnen, sehr genau“, sagt Wolfgang Fassold, der seit sieben Jahren in Jevišovice bei Znaim lebt. „Wir bieten erstmals den direkten, regelmäßigen und nachhaltigen Zugang zu diesen Zielgruppen. Waren oder Dienstleistungen können auf www.powidl.eu ohne Sprachbarriere auch mit geringen Mitteln effizient grenzüberschreitend beworben werden.“ Innerhalb des nächsten halben Jahres ist die Erweiterung des Angebotes um einen Online-Shop geplant, über den es dann möglich sein wird, den Warenaustausch direkt abzuwickeln. Um die Kontakte regelmäßig aufrechtzuerhalten, wird alle 14 Tage ein Newsletter an unsere Abonnenten per E-Mail versandt.
„Powidl“ wird im gesamten deutschen Sprachraum beworben. Die Werbeaktivitäten setzen sich aus der Bearbeitung der bereits bestehenden Datenarchive, breit gestreuter Werbung auf Internetplatformen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, sowie regelmäßige Informationen an die deutschsprachige Presse, zusammen.
Im Grunde können alle Kunden den Verteiler – gegen geringfügige Bezahlung – auch für Spezialaussendungen in eigener Sache nutzten. Die Inseratenpreise wurden bewusst sehr niedrig gehalten, so kann man sich beispielweise bereits ab CZK 700,- mit einem kleinem Bild, Kurztext und Link auf der eigenen Seite wirkungsvoll präsentieren.
Es würde uns freuen, wenn sie uns in Form eines Berichtes in ihrem Blatt unterstützen würden.
„Powidl“ ist für Kooperationen mit anderen Medien offen.

Rückfragehinweis:

Wolfgang Fassold,
Stefan Weiß

Powidl – Das Online-Magazin aus Tschechien
Jevišovice 334
671 53 Jevišovice
office@powidl.eu
www.powidl.eu

28. April 2011

„Drehbühne Brno“ – deutschsprachiges Studententheaterfestival im Theater Barka

Am vierten Jahrgang des internationalen Studententheaterfestivals in deutscher Sprache „Drehbühne Brno“ nehmen in diesem Jahr fünf Länder teil. Von 12. bis 15. Mai, täglich ab 18.00 Uhr, gibt es im Theater BARKA (Kultureinrichtung von der Liga für Rollstuhlfahrer in Brünn) die Möglichkeit Aufführungen der Amateurgruppen aus Tschechien, Lettland, Ungarn, Österreich und Deutschland zu besuchen.

Nach einem Jahr kommen die Gruppen Cammerspiele Leipzig und Reactor Theater Wien nach Brünn zurück. Zum ersten Mal kommt die Wiener Gruppe TandaRadei und Dramaschine aus Ungarn, sowie Studenten aus Regensburg und Lettland. Die heimische Szene wird traditionell durch Brünner Ensemble Doppel L und Festivalorganisatoren der Gruppe07 vertreten.

Vom 12. bis 15.5. treten im Theater Barka deutschsprachige Theatergruppen auf.

Das Festival „Drehbühne Brno“ bietet den Studenten aus verschiedenen Ländern die Gelegenheit das gemeinsame Interesse am Deutsch und Theater zu genießen. „Es handelt sich um Vorstellung der Studententheatergruppen mit einer einzigen Bedingung – auf Deutsch zu spielen. Wir freuen uns, wenn sich alljährlich dieselben Gruppen anmelden, die sich für die Teilnahme am Festival interessieren“, bemerkte die Festivalorganisatorin Milena Kubátová. „Der erste Jahrgang sollte an das Bewahren der langjährigen Theatertradition in Brno aufmerksam machen. Nun ist uns das Festival ans Herz gewachsen und wir bemühen uns immer wieder an die Tradition anzuknüpfen.“

Die feierliche Festivaleröffnung findet bereits am Mittwoch, den 11. Mai, statt. Durch den Abend wird die Gäste Musik und pantomimisches Spiel von Nina Hlava begleiten. Für die Festivalteilnehmer ist wieder ein Begleitprogramm vorbereitet, das sich diesmal sowohl auf Kultur als auch auf Sport konzentriert. Für Donnerstag ist eine Tour durch das Stadttheater bereit, am Nachmittag eine Autorenlesung im Theater Barka. Am Samstag werden von den Studenten der Germanistik an der Philosophischen Fakultät die beliebten „Literarische Spaziergänge durch Brno“ veranstaltet. „Am Freitag machen wir einen gemeinsamen Ausflug zum Brünner Stausee, wo wir anschließend ein Beach Volleyball Match organisieren wollen“, erläutert Kubátová.

Info und Programm: http://gruppe07.wz.cz

Quelle: Gruppe 07

13. April 2011

Brünn im Zeichen des Osterfestivals geistlicher Musik

Das Brünner Osterfestival der geistlichen Musik, das heuer vom 17. April bis 1. Mai bereits zum 20. Mal stattfindet, ist zum Anziehungspunkt internationaler Freunde der Kirchenmusik geworden. An drei Schauplätzen – der Peter-Pauls-Kathedrale, der Minoritenkirche und der Maria-Himmelfahrts-Basilika treten am größten Kirchenmusikfestival des Landes namhafte Künstler, unter anderen auch die Tschechische Philharmonie, der mit dem renommierten deutschen Musikpreis „Echo Klassik“ ausgezeichnete Tschechische Philharmonische Chor Brünn oder die Schola Gregoriana Pragensis. „Wir wollen einen Überblick über das Beste bieten, was im Lauf der vergangenen zwei Jahrzehnte in den Festspielkonzerten erklungen ist“, freut sich Festival-Intendant Petr Fiala auf die Veranstaltung.


Der Tschechische Philharmonische Chor Brünn

Das genaue Programm ist auf der Homepage des Brünner Osterfestivals zu finden.

13. April 2011

ÖBB: Neue Angebote für Bahnausflüge von Wien nach Südmähren

Bereit für die neue Ausflugssaison zeigen sich die Österreichischen Bundesbahnen und die südmährische Reiseagentur Remo Agency. „Wie in den letzten Jahren wird es auch heuer wieder interessante Kombiangebote für Ausflügler mit einem ÖBB-EuRegio-Ticket Wien-Znaim geben, heuer bieten wir eine noch größere Auswahl an, um individuellen Wünschen mehr entgegen zu kommen“, sagte Remo-Agency-Geschäftsführer Lukáš David bei der Programmpräsentation im Tschechischen Zentrum Wien.

Mit dem Paket „Willkommen in Znaim“ wird zum Preis von 24 € ein Dreigangmenü, eine Stadtbesichtigung – wahlweise die Znaimer Unterwelt mit ihren Kellergewölben oder der Burgbezirk mit der berühmten Katharinenrotunde, den Eintritt in das Znaimer Kunsthaus und ein Kaffeehausbesuch angeboten. „Wein nach Bier – das gönn‘ ich mir!“, so beschreibt David das neue grenzüberschreitende Paket, das auch einen Besuch samt Weinverkostung im nahegelegenen Weinviertler Städtchen Retz enthält. Mit dem EuRegio-Ticket nach Nikolsburg (Mikulov) erhält man auch dort eine kompetente deutschsprachige Betreuung vor Ort.

Das historische Städtchen Nikolsburg/Mikulov wartet darauf, entdeckt zu werden

Das EuRegio Ticket kann an jedem ÖBB-Bahnhof und an jedem ÖBB-Ticketautomaten gekauft werden. Das Ticket Wien Znaim kostet 16 € (für Kinder 8 €), beinhaltet die Rückfahrt und gilt vier Tage lang. Dasselbe gilt für des EuRegio-Ticket nach Mikulov (Preis 18 €, Kinder: 9 €), welches sowohl über Znaim als auch über Břeclav befahren werden kann. Das Ticket gilt im Regionalverkehr, die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Infos: www.oebb.at, www.remo-agency.at

13. April 2011

Freiwillig volljährig?

Im 18. Jahr der „Langen Nacht der kurzen Texte“ stellt sich zwangsläufig nicht nur für die tarditionelle deutschsprachige Literaturveranstaltung die Frage „18 – was nun?“

Unter dem Motto „Erwachsen werden – Kind bleiben“ steht das Österreich Institut Brno wieder allen offen, die kurze deutsche Texte zu diesem Thema vortragen oder einfach nur zuhören wollen.

„Lange Nacht der kurzen Texte“ – der deutschsprachige Lesemarathon im Österreich Institut Brno

Die Lange Nacht der kurzen Texte findet am Donnerstag, dem 14. April in den Räumlichkeiten des Österreich Institut Brno, Moravské náměstí 15, ab 19 Uhr statt.

Leaflet zur Veranstaltung:

1. April 2011

Brünn kippt Vorratsdatenspeicherung

Von der EU gefordert, von den Parlamentariern in Prag längst beschlossen, hat nun der Brünner Verfassungsgerichtshof die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung als nicht verfassungskonform erklärt. Die Verfassungsrichter entschieden einstimmig, dass die Erfassung und Speicherung von Daten über eine so große Zahl von Bürgern den Grundsätzen der Verfassung der Tschechischen Republik nicht entspricht, insbesondere nicht dem Recht auf Privatspäre. Tschechien ist somit nach Rumänien, Deutschland, Bulgarien und Zypern das fünfte EU-Land in dem ein Parlamentsbeschluss per Verfassungsgerichtshofurteil aufgehoben wurde. In Ungarn und Irland laufen noch die Verfahren.

Cartoon: Das Feigenblatt

17. März 2011

Kateřina Šedá – Konzeptkünstlerin aus dem Brünner Plattenbau

Die versteckten Geheimnisse des Alltags – Reflexionen, die hinter stereopypischen Szenen verborgen liegen, geben die Inspiration für die aus Brünn stammende Künstlerin, die den Sprung in die internationale Szene längst geschafft hat. Kateřina Šedá bezieht in ihre Arbeiten stets das soziale Gefüge an den jeweiligen Schauplätzten ein und zeigt dessen erstarrte Strukturen auf. Von sich reden machte Šedá bereits 2003, als sie die Bewohner des Dorfes Ponětovice südlich von Brünn in ihre Kunstaktion einbezog. Sie gab den Dorfbewohnern strikte Tagespläne, an die sie sich zu halten und ihr Verhalten danach auszurichten hatten. Die Aktion sollte die verschwindenden Grenzen zwischen Zwang und Freiheit zeigen, die in den sozialen Strukturen verborgen sind.

Zentraler Schauplatz in Šedás Aktionen ist jene Plattenbausiedlung auf dem Brünner Lösch (Brno-Líšeň), in der die Künstlerin aufgewachsen ist. Mit den „Aktionen von Líšeň“ gelang es ihr, die Anonymität und das Nebeneinander in der Hochhaussiedlung zu durchbrechen. 2002 verteilte sie unter den Bewohnern Geschenke unter dem Vorwand, dass das Präsent von einem anderen Bewohner der Siedlung stammte. In der Folge entstanden in Líšeň viele soziale Kontakte und Freundschaften.

Šedá ist Aktions-, Foto- und Videokünstlerin. 2005 erhielt sie den begehrten Jindřich-Chalupecký-Preis für tschechische Nachwuchskünstler und hatte bereits mehrere Ausstellungen in Prag, Frankfurt, Leipzig, bei der documenta in Kassel, in Innsbruck, New York und Chicago.

Kateřina Šedá und die Brünner Vorstadt. Foto: Jiří Sláma

14. Februar 2011

Figaros Hochzeit als Brünner Mafia-Drama – Highlight der Brünner Oper im Frühjahr

Das Nationaltheater Brünn (Národní divadlo Brno) mit seinen drei Bühnen Mahentheater, Janáčektheater und Reduta geht mit Intendant Daniel Dvořák in die neue Frühjahrsaison.

Mahentheater: Die Brünne Oper

Interessant wird die Annette Jahns‘ Inszenierung von Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro“: Die Handlung der Oper wird ins Brünn der Gegenwart transferiert. Susanna kommt aus einem mährischen Dorf nach Brünn auf der Suche nach einem Job. Sie findet ihn letztendlich bei der Mafia. Figaro versucht trotz aller Widrigkeiten Susannes Unschuld zu bewahren. Die Regisseurin Jahns bei der Präsentation: „Beaumarchais, Da Ponte und Mozart waren alle moderne und innovative Künstler ihrer Zeit, und das ist der Grund, warum wir keine historische Geschichte in Brünn 2011 erzählen wollen. Wenn Oper und Theater heute etwas sagen können, dann vor allem etwas über uns selbst, und über die Zeit, in der wir leben. Die hierarchischen Strukturen, um die es in der Oper geht, spiegeln sich in der Mafia wider. Unser Graf Almaviva mit seinem ganzen Gefolge passt daher sehr gut ins heutige Brünn. Es hat sich nicht geändert, da das 18. Jahrhundert und wir völlig mit Mozart und der ausgezeichneten Psychologie seiner Charaktere bleiben“ Die Oper hat am 25. Februar Premiere.


Le Nozze di Figaro – Wolfgang Amadeus Mozart


Regie:
Annette Jahns


Graf:
Roman Janál, Jiří Brückler

Gräfin:
Pavla Vykopalová, Daniela Straková-Šedrlová

Figaro:
Josef Škarka, David Nykl

Susanna:
Tereza Merklová-Kyzlinková, Petra Nôtová

Weitere Spieltermine:

27.2., 10.3., 20.3., 8.4., 3.5., 3.6. und 11.6.

Weitere Infos und Tickets auf der Homepage der Brünner Oper

25. Januar 2011

„Wirtshauskultur ist Säule des kulturellen Profil Niederösterreichs“

Im Rahmen der großen „Top-Wirte Gala“ in Vösendorf wurden am 24. Jänner, die „Top-Wirte des Jahres 2011“ ausgezeichnet. Drei Gastronomen konnten sich dabei über besondere Ehrungen freuen: Adi Bittermann vom bittermann-vinarium Göttlesbrunn wurde mit dem Titel „Wirtshauskultur Top-Wirt des Jahres 2011“ ausgezeichnet, zum „Einsteiger des Jahres“ wurde Harald Reim vom Landgasthaus Reim in Pottendorf, zum „Aufsteiger des Jahres“ wurde Andreas Plappert vom Schlosswirt in Waidhofen an der Ybbs gewählt. Die Ehrungen nahmen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrätin Dr. Petra Bohuslav vor.

„Die Wirtshauskultur ist eine wesentliche Säule des kulturellen Profils des Bundeslandes Niederösterreich“, sagte Landeshauptmann Pröll. Das Land verfüge nicht nur über Gemütlichkeit und Gastfreundschaft, sondern auch über eine „große Wirtshaustradition“, die man auch an künftige Generationen weiter geben solle. Die Wirtshäuser in Niederösterreich seien „Oasen, wo die Menschen sich selber finden und auch zueinander finden können“, so Pröll.

Grundlage der Top-Wirte-Auszeichnungen sind unabhängige, anonyme Tests, bewertet werden etwa Ambiente, Speisen, Getränke und Service. Die Empfänger der drei Ehrenpreise wurden auf Basis der
Testergebnisse von einer fachkundig besetzten Jury bestimmt.

Das bittermann vinarium Göttlesbrunn überzeugtete die Jury der Top-Wirte

7. Dezember 2010

Benefizveranstaltung des Lions Club Špilberk

Am 5. Februar 2011 veranstaltet der Brünner Lions Club Špilberk im Grandhotel Brünn seinen 14. Benefizball. Die Kapelle Bob Brabec wird ab 19 Uhr für ausgelassene Stimmung sorgen.

Die Einnahmen der Veranstaltung kommen dem Institut für soziale Fürsorge für Blinde in Brünn-Chrlice zugute.

Der Eintritt beträgt 850 Kč und beinhaltet Welcome-Drink, 2 Abendessen, Wein und Bier.

Unternehmer und Firmen können im Rahmen des Balles eine Werbung für ihre Firma für eine Vertragsgebühr ab 3.000,- Kč platzieren.

Weitere Informationen rund um die Veranstaltung erteilt Tomáš Ryba vom Lions Club Špilberk, Tel. +420 603 335 799

7. Dezember 2010

Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur: Der Tschechisch-österreichische Ball in Brünn

Österreichische Walzerseligkeit gepaart mit mährischer Lebensfreude – das altbewährte Erfolgsrezept krönt nun bereits zum zehnten Mal den Höhepunkt der Ballsaison Tschechiens. Dass sich alles was zwischen Brünn, Wien und Prag Rang und Namen hat, in den Räumllichkeiten des Besední dům ein Stelldichein geben wird, ist ebenso selbstverständlich wie die stimmungsvolle musikalische Untermalung durch die Brünner Philharmonie, das Orchester „Linhart Swingers“, Leona Machálková, Tereza Kerndlová, Viktor Sodoma und Davide Mattioli. Zur Jubiläumsveranstaltung am 15. Jänner 2011 führt das Moderatorenduo Hana Švejnohová und Jan Smigmator durch das Programm.

Details zur Veranstaltung:

Termin: 15.1.2011, 20.00 Uhr

Ort: Besední dům, Komenského náměstí 8, Brno

Info und Kartenreservierung am Brno Business Board

3. November 2010

Ausflugspaket „Advent in Znaim“ mit ÖBB und Remo-Agency

Im Tschechischen Zentrum Wien präsentierten die ÖBB, die Stadt Znaim und die Remo-Agency ihr neues Ausflugspaket für die Adventzeit: An den vier Wochenenden im Advent wartet auf Besitzer eines ÖBB-Euregio-Tickets Wien-Znaim ein vergünstigtes Paket aus Stadtführung, Adventessen, Besuch der Znaimer Adventmärkte, Erinnerungsgeschenk und vieles mehr. Die Tour startet jeweils um 13.30 am Bahnhof Znaim.

Advent in der Znaimer Innenstadt

29. Oktober 2010

Janáček-Festival Brno mit 2 Weltpremieren

Die Kulturstadt Brünn ist untrennbar mit Musik verbunden, und kein anderer hat das Brünner Musikleben so stark geprägt wie Leoš Janáček. Mit dem Festival „Janáček Brno 2010“ wird der berühmte Komponist vom 16. bis 28. November gewürdigt. „Der Schwerpunkt unseres Festivals liegt bei Janáčeks Opern: Wie wird seine Musik in den unterschiedlichen Teilen der Welt verstanden? Bei dem Festival gedenken wir auch dem Dirigenten Sir Charles Mackerass, der als Wegbereiter Janáčeks Musik im Ausland gilt und heuer verstorben ist“, sagt der Direktor des Nationaltheaters Brünn Daniel Dvořák bei der Präsentation des Festivals im Arnold-Schönberg-Center in Wien. „Es ist unsere Ambition, dass Brünn zum Symbol für Janáček, ähnlich wie Salzburg für Mozart oder Bayreuth für Wagner wird.

Das Janáček-Festival findet alle zwei Jahre in Brünn statt.

Im heurigen Jahr kann das Festival mit zwei Weltpremieren aufwarten: Einerseits kommt es zur Uraufführung der ersten Oper Janáčeks „Šárka“ in der Urfassung aus dem Jahr 1887, bei „Výlet pana Broučka do Měsíce (Der Ausflug des Herrn Brouček auf den Mond)“ wird ebenfalls die Originalfassung (1917) aufgeführt. Im Rahmen des Themas „Janáček und der Expressionismus“ gelang heuer erstmals eine Kooperation mit der Arnold-Schönberg-Gesellschaft. Ausstellungen, ein Dokumentarfilm und Schönberg-Aufführungen werden einen Teil des Janáček-Festivals ausmachen.

Unkonventioneller Spot zum Brünner Leoš-Janáček-Festival

5. Oktober 2010

Programm „Das Filmfest – Festival deutschsprachiger Filme“ in Brünn

Montag 11.10., 18.45 „Der Räuber“

Regie: Benjamin Heisenberg, A/D 2009, 98 min., 35mm

Drehbuch: Martin Prinz; Benjamin Heisenberg

Kamera: Reinhold Vorschneider

Schnitt: Andrea Wagner; Benjamin Heisenberg

Musik: Lorenz Dangel

Darsteller: Andreas Lust, Franziska Weisz, Markus Schleinzer, Max Edelbacher

Johann Rettenberger ist ein wortkarger, einzelgängerischer, erfolgreicher Marathonläufer… und Serienbankräuber. Er lebt mit seiner nichtsahnenden Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Abenteuer, der Bewegung und dem Adrenalin des Raubzugs. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor einem gewaltigen Polizeiaufmarsch davon. Die Geschichte des Protagonisten beruht auf dem spektakulären Fall von „Pumpgun-Ronnie“, der in den achtziger Jahren in die österreichische Kriminalgeschichte einging und Martin Prinz zu seinem Roman „Der Räuber“ (2002) inspirierte.

Der Thriller mit philosophischen Zwischentönen über einen rätselhaften Außenseiter feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale. Beim Bayrischen Filmpreis 2009 wurde Benjamin Heisenberg als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet und beide Hauptdarsteller, Franziska Weisz und Andreas Lust, erhielten 2010 für ihre Leistungen den Großen Diagonale Schauspielpreis.

Montag, 11.10., 21.00 „März“

Regie: Klaus Händl, A 2008, 84 Min., 35mm

Drehbuch: Klaus Händl

Kamera: Gerald Kerkletz

Schnitt: Joana Scrinci

Ton: Hjalti Bager-Jonathansson

Darsteller: Benno Eberhard, Florian Eisner, Isolde Ferlesch, Julia Gschnitzer

Drei Studenten spielen Handball, fahren gemeinsam mit dem Auto in den Wald, rauchen eine Zigarette und… nehmen sich das Leben. Drei Monate später in ihrem Tiroler Heimatdorf: Wie kann man sich mit dem Tod abfinden, wenn man sein Motiv nicht kennt? März erzählt mit einfachen und schlichten Mitteln, völlig unspektakulär, aber höchst eindringlich und in beklemmender Weise die Monate nach dem tragischen Ereignis. In strenger und kompromissloser Inszenierung wird das Geschehen auf Momentaufnahmen aus dem Alltag der Hinterbliebenen reduziert.

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit in Südtirol und wenngleich sich die Geschichte überall ereignen könnte, so ist Tirol doch bewusst gewählt. Die epische Wirklichkeit und ihr endloser Alltag werden durch sprachlichen Minimalismus in Tiroler Mundart bezwungen. Für seinen ersten Spielfilm wurde der Dramatiker Klaus Händl 2008 in Locarno mit dem Silbernen Leoparden, in Sarajewo mit dem Sonderpreis der Jury und mit dem Berner und Bozener Filmpreis ausgezeichnet.

Dienstag, 12.10., 18.45: „David wants to fly“

Regie: David Sieveking, D/A/CH 2010, 97 Min., DVD

Drehbuch: David Sieveking

Kamera: Adrian Stähli

Schnitt: Martin Kayser-Landwehr

Musik: Karl Stirner

In David wants to fly erzählt der junge Regisseur von seinen Erfahrungen mit der Transzendentalen Meditation (TM), der Bewegung des Maharishi Mahesh Yogi. Sie gewann in den 1960er Jahren weltweit zahlreiche prominente Anhänger, darunter die Beatles, Mia Farrow und Clint Eastwood. Viele sprangen aber auch wieder ab. Heute praktizieren etwa sechs Millionen Menschen TM; ihr bekanntester Vertreter ist im Moment der amerikanische Filmemacher David Lynch. Auch Sievekings Dokumentarfilm führt den Zuschauer von der anfänglichen Begeisterung des Regisseurs bis hin zum Bruch mit der Bewegung, die mittlerweile Rechtsmittel gegen den Film angekündigt hat.

David wants to fly zeigt auch die Annäherung und das Zerwürfnis von David Sieveking mit seinem Idol David Lynch. Das Resultat der vier Jahre langen Dreharbeiten erinnert an die Herangehensweise von Michael Moore. Dabei entstand ein vielschichtiger, sehr kurzweiliger Dokumentarfilm.

Dienstag 12.10., 21.00: „Die Fremde“

Regie: Feo Aladag, D 2010, 123 Min., 35mm

Drehbuch: Feo Aladag

Kamera: Judith Kaufmann

Schnitt: Andrea Mertens

Musik: Max Richter

Darsteller: Sibel Kekilli, Nursel Köse, Florian Lukas

„Hör auf zu träumen!“, sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will – zurück in Berlin – ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen. Die Geborgenheit, die sie in der fremden, erzwungenen Heimat so vermisst hat, hofft Umay hier zu finden, bei ihrer Mutter, dem Vater, den zwei Brüdern und ihrer kleinen Schwester. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann. Die Welt der Männer ist geprägt von Sprachlosigkeit, von der nicht erlernten und nicht kultivierten Fähigkeit, Probleme verbal zu lösen.

Dieser Film hat nicht nur ein brisantes Thema – für 2009 verzeichnet die Internetseite ehrenmord.de 28 mutmaßliche Ehrenmorde an Frauen in Deutschland – sondern ist vor allem ein mitreißendes Kinoerlebnis von seltener Kraft.

Mittwoch, 13.10., 18.45: „Pianomania“

Regie: Lilian Franck; Robert Cibis, A/D/F 2009, 93 min., DVD

Drehbuch: Robert Cibis

Kamera: Jerzy Palacz; Robert Cibis

Schnitt: Michéle Barbin

Musik: Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt u.a.

Mitwirkende: Stefan Knüpfer, Pierre-Laurent Aimard, Alfred Brendel, Lang Lang, Till Fellner, Julius Drake u.a.

Pianomania ist ein Film über Perfektion, die Liebe zur Musik und ein kleines bisschen Wahnsinn. Auf seiner Suche nach dem perfekten Klang nimmt Stefan Knüpfer, Cheftechniker und Meisterstimmer von Steinway & Sons, den Zuschauer mit auf eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Töne. Mit Humor und ohne langweilige Fachexpertisen gibt der charismatische Arbeitsenthusiast aufschlussreiche Einblicke in seine Zusammenarbeit mit den besten Pianisten der Welt.

Der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm begeisterte bereits auf vielen internationalen Festivals und wurde u.a. mit dem Golden Gate Award beim 53. San Francisco International Film Festival, mit dem Ehrenpreis der Jury auf der EURODOK 2010 in Oslo und mit dem Preis der Semaine de la Critique auf dem Filmfestival in Locarno ausgezeichnet. Durch die gelungene Szenenauswahl und die atmosphärischen Wien-Impressionen ist Pianomania nicht nur für Freunde klassischer Musik eine Sinfonie für Augen und Ohren.

Mittwoch, 13.10., 21.00: „Jud Süss – Film ohne Gewissen“

Regie: Oskar Roehler, D 2010, 120 Min., 35mm

Drehbuch: Klaus Richter

Kamera: Carl-F. Koschnick

Schnitt: Bettina Böhler

Musik: Martin Todsharow

Darsteller: Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnányi

Im Mittelpunkt steht der Schauspieler Ferdinand Marian, der 1939 den großen Karrieresprung witterte, zunächst doch zögerte und schließlich von Joseph Goebbels persönlich dazu gedrängt wurde, die Titelrolle in Jud Süss zu übernehmen. Zu spät erkennt er seine ausweglose Lage als Teil einer perfekt geplanten und von Regisseur Veit Harlan künstlerisch anspruchsvoll umgesetzten Propagandawaffe des Regimes gegen die Juden.

Jud Süss wurde 1940 im Rahmen der deutsch-italienischen Filmwoche in Venedig uraufgeführt. Mindestens 20 Millionen Zuschauer sahen damals europaweit diesen Film. Der Film war ein „durchschlagender Erfolg“ für seine Macher. Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können, fand Joseph Goebbels.

Die Geschichte seiner Entstehung ist die dramatische Geschichte von der Erotik der Macht, von menschlichem Ehrgeiz und persönlicher Eitelkeit und dem Schicksal seiner zentralen Akteure.

70 Jahre später erzählt Oskar Roehler unter Verwendung von fiktiven Zusatzcharakteren die Geschichte dieses Films, der bis heute nur unter strengen Auflagen gezeigt werden darf. In den Hauptrollen überzeugen Tobias Moretti (Ferdinand Marian), Martina Gedeck (Anna Marian) und Moritz Bleibtreu als Joseph Goebbels.

Donnerstag, 14.10., 18.45: „Parkour“

Regie: Marc Rensing, D 2009, 100 Min., 35mm

Drehbuch: Rüdiger Heinze

Kamera: Ulle Hadding

Schnitt: Sebastian Marka

Musik: Thomas Mehlhorn

Darsteller: Christoph Letkowski, Nora von Waldstätten, Nora von Waldstätten, Georg Friedrich

Die drei Hauptfiguren Richie (Christoph Letkowski), Nonne (Marlon Kittel) und Paule (Constantin von Jascheroff) betreiben leidenschaftlich das Parkouring, jene neue Sportart, bei der es darum geht, auf dem direktestmöglichen Weg von Punkt A nach Punkt B zu kommen – sollten dabei Blumenbeete, Bauzäune oder Hochhäuser im Wege stehen, müssen sie eben übersprungen oder erklettert werden.

In dem Drama Parkour erzählt Marc Rensing von dem Gerüstbauer Richie, der mit seinem Leben eigentlich ganz zufrieden sein könnte. Er hat eine hübsche Freundin die ihn liebt und sogar Verständnis für seine grosse Leidenschaft aufbringt, dem „Parkour“ laufen. Seine beiden Freunde sind ebenfalls Parkourläufer und so schmiedet die drei ihre Leidenschaft zusammen. Einzig Richies latente Eifersucht bringt ihm immer wieder Probleme. Da Richie unfähig ist, sich diese Schwäche einzugestehen, rutscht er immer tiefer in einen Strudel aus Misstrauen, Verlustangst und Kontrollverlust.

Donnerstag 14.10., 21.00: „Bödälä/Die Farbe deiner Socken“

Regie: Gitta Gsell, CH 2009, 78 min, DVD

Drehbuch: Gitta Gsell

Kamera: Hansueli Schenkel; Peter Futer; Patrick Lindenmaier; Gitta Gsell; Heidi Hiltebrand

Schnitt: Bernhard Lehner

Musik: Werner Haltinner; Peter Bräker

Darsteller: Claudia Lüthi, Elias Roth u.v.a.

Bödälä – Dance the Rhythm – ist ein Film über Menschen, die ihre Füße archaisch, aber umso kraftvoller zu Instrumenten künstlerischen Ausdrucks machen. Das rhythmische Aufstampfen der Schuhe (Bödälä) erinnert an urchige rituelle Volkstänze. Aus dem Tanz des Volkes entstehen Show- und Wettkampftänze. Ausgehend vom Bödälä in der Innerschweiz begibt sich der Film auf eine Reise zu Stepptanz, Flamenco und Irish Dance. Der Film begegnet leidenschaftlichen Tänzerinnen und Tänzern, Menschen, die im Rhythmus ihrer Füße Freude, Lust und Trauer ausdrücken.

„Tanz ist Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft“. (Fred Astaire)

Freitag, 14.10., 18.45: „Neukölln Unlimited“

Regie: Agostino Imondi; Dietmar Ratsch, D 2010, 96 Min., 35mm

Drehbuch: Agostino Imondi

Kamera: Dietmar Ratsch; Kamiz Schokofeh

Schnitt: Agostino Imondi; Lars Späth

Musik: Tim Stanzel; Eike Hosenfeld; Moritz Denis

Der Berliner Bezirk Neukölln gilt als sozialer Brennpunkt. Umso erfrischender ist es, dass Agostino Imondi und Dietmar Ratsch in ihrem Dokumentarfilm versuchen, mit viel Tempo, guten Beats und Animationselementen ein Bild des Berliner Stadtteils abseits der üblichen Klischees zu zeichnen.

Im Mittelpunkt stehen die jungen libanesischen Geschwister Lial und Hassan, die als talentierte Tänzer und Musiker versuchen, den Lebensunterhalt und damit den Aufenthaltsstatus ihrer Eltern und Geschwister zu sichern. Außerdem wollen sie ihren jüngeren Bruder Maradona vor dem Abstieg ins soziale Abseits bewahren.

Die Kamera ist immer dabei – in der Schule, am Ausbildungsplatz, in der Wohnung und eben auch da, wo sie am glücklichsten sind: Bei Tanz- und Gesangsauftritten, den Battles und Contests. Mit HipHop und Breakdance sind sie aufgewachsen, das ist ihre Sprache, das ist ihre Leidenschaft.

Ein Dokumentarfilm, der nah an seinen Protagonisten bleibt, deren Widersprüchlichkeiten ungeschönt protokolliert. Der Gewinner der „Berlinale“-Sektion „14plus“!

Freitag, 14.10., 21.00: „Deutschland 09“

Regie: Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer, Hans Weingartner, D 2009, 152 Min., DVD

13 kurze Filme zur Lage der Nation. Jeder der 13 beteiligten RegisseurInnen interpretiert ihre/seine persönliche Wahrnehmung und ihre/seine eigene filmische Sicht auf das heutige Deutschland, abstrakt oder konkret, frei in der Wahl von Format und Inhalt. Die einzelnen Beiträge konnten Kurzspielfilme, Dokumentarfilme, essayistisch oder experimentell sein.

Die beteiligten Filmemacher sind (in alphabetischer Reihenfolge) Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dani Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer und Hans Weingartner.

„Deutschland 09 ist außerordentlich, uneinheitlich, brillant, banal, parteiisch, überraschend, das Schaufenster einer extrem talentierten Regiegeneration.“ (Die Welt)

Weitere Infos zum Filmfest: www.dasfilmfest.cz

Quelle und Bilder: dasfilmfest.cz

30. September 2010

Magdalena Kožená – Mezzosopranistin aus Brünn bezaubert mit „Lettere Amorose“

Bereits am Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt Brünn hat Magdalena Kožená ihre Liebe zur Musik des Barocks entdeckt. Das neue Album der international gefeierten Mezzosopranistin widmet sich mit den „Lettere Amorose“ wieder den italienischen Liebesliedern des 17. Jahrhunderts. „Diese Schlichtheit finde ich ungemein reizvoll, und ein einfaches Lied kann unglaublich anrührend sein“, sagt Kožená bei der Präsentation ihrer CD.

„Lettere Amorose“, das neue Album von Magdalena Kožená
Cover: Esther Haase

23. September 2010

Genie oder Wahnsinn? Joel-Peter Witkin ist in Brünn zu sehen

Polarisiert der Künstler mit seinen Fotografien heute noch immer so wie einst – oder hat das Internet mit seinen unbegrenzten Weiten Joel-Peter Witkin längst unbedeutend gemacht? Dem klassischen Bürgerschreck der 70er Jahre ist vom 1. Oktober bis 28. November eine Ausstellung im Haus der Kunst Brünn (Dům umění města Brna) gewidmet.

Witkin wurde 1939 als Emigrantensohn in New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Die Grausamkeit des Vietnamkrieges, die er als Kriegsfotograf zu sehen bekam, haben ihn geprägt, genauso wie ein Erlebnis aus der Kindheit (bei einem Autounfall wurde ein Mädchen geköpft). Der Tod und die Fotografie von Leichen, das Abnorme in jeder Hinsicht wurden zu einem zentralen Thema seiner Werke.

Englischsprachige Infos zur Ausstellung sind auf den Webeiten des Hauses der Kunst Brünn zu sehen.

Joel-Peter Witkin: „Arms broken by Window“

22. September 2010

Josef Bulva – Die Wiedergeburt eines Pianisten

Es ist in gleichen Maßen ein medizinisches und auch ein musikalisches Wunder. Der 1943 in Brünn geborene tschechische Strapianist der 70er, 80er und 90er-Jahre Josef Bulva feiert dieser Tage in München sein Comeback nach einer über 14jährigen Pause bedingt durch die schwere Verletzung seiner linken Hand. Der Pianist, dessen Karriere als abgeschrieben galt, hat sich wieder zurückgekämpft und startet jetzt seine erste Tournee, die ihn ins Münchner Prinzregententheater führt.

Bulva begann bereits im Kindesalter an der Musikschule Napajedla mit dem Klavierspiel. Der talentierte Schüler wurde vom tschechoslowakischen Staat gefördert und erhielt eine Ausbildung auf den Konservatorien in Kroměříž, Brünn und Bratislava. Bulva wurde mit dem „Roten Diplom“ ausgezeichnet und galt als junges künstlerisches Aushängeschild der ČSSR. Als Staatssolist gab er zahlreiche Konzerte und nahm bei Supraphon eine Reihe von Schallplatten auf.

Nach dem Ende des Prager Frühlings emigrierte Bulva, wurde luxemburgischer Staatsbürger und siedelte sich in München an. Internationale Konzertsäle und renommierte Plattenfirmen standen ihm offen. Im März 1996 kam der Tag des verhängnisvollen Unfalls: Bei Glatteis rutschte er aus und zerschnitt sich dabei seine linke Hand so stark, dass an das Weiterführen seiner Karriere nich mehr zu denken war. „Es war, als ob ein Maler blind wird“, beschreibt Bulva die Situation damals.

In vollkommener Geheimhaltung, mit eisernen Willen und jener Disziplin, die ihn schon als Kind und Jugendlichen auszeichnete, begann er an der Wiederherstellung der Spielfähigkeit seiner linken Hand zu arbeiten. Nach exzellenter Chirurgie und einer enormen Rekonvaleszensleistung, unter Anleitung Prof. Beat Simmen, Zürich, erkämpfte er sich seine alte Virtuosität und damit die Auftrittsfähigkeit zurück.

Im Winter 2009 hat sich Josef Bulva für die Rückkehr aufs Podium sowie in die Tonstudios entschieden und damit sein lebenslanges Ringen um die Verwirklichung seiner künstlerischen Visionen sowie seiner Ideen für Gestaltung des Klavierklanges wieder aufgenommen. In Zusammenarbeit mit DEAG Classic wird Josef Bulva, nach einer 14jährigen Abwesenheit, mit einer Tournee im Oktober 2010, auf die Konzertpodien zurückkehren. Seine Aufnahmetätigkeit wird unter dem permanenten Titel „The Art of Josef Bulva“ von Sony Classical fortgeführt und beginnt mit den Einspielungen von den berühmtesten Kompositionen Beethovens, Chopins und Liszts auf drei CD’s.

Quelle, Bild:
Josef-Bulva-Society

13. September 2010

770 Jahre Vranov nad Dyjí mit Prinz Liechtenstein

Bei den offiziellen Feiern anlässlich des 770jährigen Bestehens des Städtchens Vranov nad Dyjí (Frain an der Thaya) wandelte erstmals Prinz Wolfgang von Liechtenstein auf den Spuren seiner Familie in Vranov und besuchte Rathaus, Schule und die Familiengruft. Während seines Besuchs brachte der Adlige seine Zufriedenheit zum Ausdruck, dass Tschechien und das Fürstentum im vergangenen Jahr endlich diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Jetzt könnten solche Besuche bereits ganz offiziell erfolgen, begrüßte auch Vranovs Bürgermeister Marek Juha die verbesserten Beziehungen zwischen Tschechien und Liechtenstein.

Die historische Stadt an der Thaya feiert ihr 770jähriges Bestehen

25. August 2010

Weinfeste in Südmähren

Tauchen Sie in eine Atmosphäre längst vergangener Zeiten und spazieren Sie zwischen reifenden Weinreben. An vielen Orten in der Tschechischen Republik präsentiert sich der Weinbau in Form einmaliger Verkostungen von Wein und Federweißem, Brauchtum und kulinarischer Traditionen der einzelnen Regionen sowie diversen Begleitprogrammen. Heben Sie daher Ihr Glas und trinken Sie bei einem historischen Umzug auf den Begründer des Weinbaus, Karl IV., römisch-deutscher König, König von Böhmen und und römisch-deutscher Kaiser.

Die bekanntesten Weinfeste finden in den südmährischen Städten Mikulov (Nikolsburg) und Znojmo (Znaim) statt. In der denkmalgeschützten Stadt Mikulov und dem Naturamphiteater am Fuße des Turold wird sich vom 10. bis 12. September alles um den Rebensaft drehen. Auf dem Weinfest Pálavské vinobraní erwarten den Besucher ein Handwerksmarkt im Schlosspark, Buden mit Wein, süffigem Federweißen und verschiedenen kulinarischen Spezialitäten. Ebenso wenig fehlen darf das traditionelle Folkloreprogramm, denn Folklore gehört in Südmähren unbedingt zum Wein dazu. Ein alljährlicher Gast in Mikulov ist der römisch-deutsche Kaiser und König von Böhmen Wenzel IV., den Schwerbewaffnete im Jahr 1403 aus der Wiener Gefangenschaft in der Burg von Mikulov befreit haben. Das historische Weinfest Znojemské historické vinobraní in Znojmo wiederum erinnert an den Besuch des Königs von Böhmen Johann von Luxemburg im Jahr 1327. Vom 10. – 11. September kann man beim historischen Fackelzug durch die Stadt mitmachen und Ritterturniere zu Pferde, Straßentheater, Schwertkämpfe sowie eine Musik- und Tanzschau sehen. Und vergessen Sie nicht den historischen Markt zu besuchen. Der Höhepunkt des reichen Kulturprogramms ist ein Feuerwerk.

Quelle: CzechTourism Media