Archive for ‘Export’

22. Dezember 2009

Die Tschechische Krone hat noch lange nicht ausgedient

In ihrer letzten Kabinettsitzung vor Weihnachten beschloss die tschechische Regierung, im Jahr 2010 vorläufig kein Zieldatum für die Übernahme des Euro festzulegen und sich nicht um die Aufnahme in das Wechselkurssystem ERM II zu bemühen. Damit ist die Hoffnung auf eine baldige Euro-Einführung in Tschechien innerhalb der nächsten zwei Jahre gegen Null gesunken. Tschechien wird somit aller Voraussicht nach in der Gruppe gemeinsam mit Bulgarien, Polen und Rumänien erst gegen Mitte der 10er-Jahre die europäische Währung übernehmen.

Die Tschechische Krone, seit 1993 Währung in Böhmen und Mähren, wird wohl bis 2013 oder 2014 offizielles Zahlungsmittel bleiben.

Quelle: euro-anwaerter.de

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22. Dezember 2009

Ergebnisse zur Befragung österreichischer Unternehmer in Tschechien

Im Herbst 2009 wurde unter den österreichischen Niederlassungen in der Tschechischen Republik eine große Investorenumfrage durchgeführt.

Auf der Wunschliste der österreichischen Unternehmer stehen ganz oben:

– Schnelle EURO-Einführung (fixes Datum)
– Modernisierung/Vereinfachung des Steuersystems/niedrigere Steuersätze

Weitere wichtige Themen/Aspekte:

– Bekämpfung der Korruption/Schwarzarbeit
– Abbau der Bürokratie
– Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungsverfahren erhöhen
– Lockerung des Arbeitnehmerschutzes
– Flexiblerer Arbeitsmarkt, Stabilität der Wirtschaft
– Schnellerer Ablauf/Vereinfachung von Konkursverfahren
– Senkung der Sozialversicherungsabgaben des Arbeitgebers

Einzelne konkrete Statements:

– Wichtige Infrastrukturprojekte (Autobahnen, Schnellstraßen, Eisenbahnnetze) vorziehen
– Flexiblere Regelungen in der Arbeitsgesetzgebung
– Senkung der Lohnnebenkosten
– Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Situation

Die Ergebnisse dieser Umfrage sind nun ausgewertet und können im Detail hier abgerufen werden. (PDF_Datei)

Quelle: Austriantrade

15. Dezember 2009

Nahrungsmittelmesse SALIMA Brünn 2010 – eine Leistungsschau regionaler Produkte

Die Organisatoren der Brünner Nahrungsmittelmesse SALIMA setzen 2010 ganz auf Produkte aus der Region. Trotz Krise haben bereits zahlreiche Unternehmen für die im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden internationalen Messen der Nahrungsmittel und Nahrungsmitteltechnologien angemeldet. „In“ sind im kommenden Jahr Biolebensmittel und die ökologische Landwirtschaft.

Biologische Produkte aus den Regionen werden vom
2. bis 5. März 2010 am Brünner Messegelände zu sehen sein.

Der Name SALIMA steht 2010 für fünf Veranstaltungen: Neben der 27. internationalen Nahrungsmittelmesse auch die MBK (die 5. internationale Messe für Müllereiwesen, Bäckerei und Konditorei), die INTECO (die 24. internationale Messe für Laden-, Hotel- und Gaststätteneinrichtungen) und die VINEX (die 15. internationale Winzerfachmesse). „Erstmals werden diese vier Nahrungsmittelmessen durch die 26. internationale Messe der Verpackungsindustrie EMBAX ergänzt, eine schon lange angestrebte Kombination, stellen doch die Nahrungsmittelhersteller rund 70% der Abnehmer der Verpackungsindustrie“, freut sich SALIMA-Projektdirektorin Věra Menšíková bei der Vorab-Präsentation der Messen.

Wachstumschancen bei VINEX, regionalen Lebensmitteln und Bioprodukten

Besonders viel Potenzial wird bei der VINEX gesehen. Mit 18 Litern durchschnittlichem Weinkonsum pro Person liege Tschechien bei der Hälfte des Europaschnitts, zudem decken tschechische Winzer lediglich 50% des heimischen Bedarfs, erklärte Menšíková. Eine besondere Chance für die Winzer zur Profilierung sei auf der VINEX beim Wettbewerb „Gran Prix VINEX“ gegeben.

Als gut schätzt Menšíková auch die Wachstumsaussichten für regionale Lebensmittel und Bio-Produkte ein. Während regionale Lebensmittel durch eine aktuell laufende, öffentliche Kampagne gefördert werden sollen, hofft man bei Bioprodukten auf Wachstum durch die steigende Nachfrage. Biologische Lebensmittel stehen auch in Tschechien immer häufiger auf dem Einkaufszettel und gehören zu den am rasantesten wachsenden Kategorien im Lebensmittelhandel.

Österreichische Aussteller und Fachbesucher

Die Attraktivität der SALIMA für österreichische Aussteller und Fachbesucher sei auch 2010 wieder gegeben, ist Menšíková überzeugt. Als regionaler und gleichzeitig internationaler Treffpunkt der Branche (2008 waren 38 Länder vertreten) bieten die Messen News und Trends, Business Points für Austausch und Kooperationen sowie Seminare und Konferenzen (z.B. die internationale Konferenz über Perspektiven der Lebensmittelindustrie in Europa). Nicht zuletzt werden die regionale Küche und die Gourmetgastronomie den Besuchern nahegebracht. Auf österreichischer Seite sind bislang 28 Aussteller angemeldet. Die offizielle Beteiligung präsentiert sich auf 142 m² im Erdgeschoß der Halle C; Träger ist die Österreichische Außenhandelsstelle Prag in Zusammenarbeit mit der ecoplus, Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

v.l.n.r.: Patrick Hartweg (Wirtschaftskammer Niederösterreich), Gabriele Forgues (ecoplus), Jiří Dorňák (Handelsrat Tschechische Botschaft Wien), Věra Menšíková und Hana Vildomcová (Messe Brünn SALIMA), Elisabeth Zöckl (PR-Vertetung der Messe Brünn in Österreich)

Außenhandel Österreich-Tschechien

Der Handel zwischen den beiden Nachbarn hat sich von Januar bis September 2009 ähnlich entwickelt wie der Außenhandel Tschechiens insgesamt (Tschechiens Export nach Österreich: -17,4%; Import: -23,2%; Handelsbilanzaktivum für Tschechien laut Angaben der Tschechischen Botschaft Wien bei ca. 22,1 Mrd. Kč). Gegen den Trend wuchsen der tschechische Lebensmittelexport nach Österreich sowie der Import sogar etwas an. „In der Krise muss man essen“, scherzt Jiří Dorňák, Handelsrat der Tschechischen Botschaft in Wien.

Auf das besondere Engagement niederösterreichischer Unternehmen wies Gabriele Forgues von ecoplus hin. Von vielen ausgezeichneten Lebensmittelherstellern und –händlern Niederösterreichs werde Tschechien als „erweiterter Heimmarkt“ gesehen. So kommen bei der SALIMA von den 15 österreichischen Ausstellern 12 aus Niederösterreich.

7. Oktober 2009

Tschechische Lebensmittelprodukte erregen Interesse der österreichischen SPAR-Handelskette

Der tschechische Nationalfeiertag wurde auch heuer wieder im großen Stil in der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien mit dem Wenzelskirtag gefeiert. Und obendrein mit einer Produktpräsentation tschechischer Nahrungsmittel gekrönt.

Alles, was am tschechischen Lebensmittelsektor Rang und Namen hat, war auf Einladung der Tschechischen Botschaft zum traditionellen Welzelskirtag nach Wien gekommen. Wurstwaren- und Selchwarenhersteller, Produzenten von Pasteten, von Nudeln, auch der bekannten böhmischen Knödel. Genauso wie Hersteller von Milch- und Eisprodukten, Vollkorn-, Bäckerei- und Süßwaren, sowie Konfekt. Die Produkte, allesamt mit dem Qualitätsgütesiegel „KlasA“ bewertet – die Auszeichnung des Staatlichen Landwirtschaftlichen Interventionsfonds der Tschechischen Republik ähnlich dem österreichischen AMA-Gütesiegel – fanden bei den hunderten geladenen Gästen ihren Anklang.

Überrascht von der Vielfalt und der Qualität der Erzeugnisse zeigte sich auch eine Delegation von Einkäufern der Handelskette SPAR. „Diese Präsentation war hoch interessant. Wir werden sicherlich mit dem einen oder anderen Hersteller weitere Gespräche führen“, kommentierte Franz Lechner von der Abteilung Einkauf-Direktsortiment bei SPAR nach dem rund zweistündigen Gourmet-Rundgang. Besonders angetan war der Profi-Einkäufer von den exzellenten Pasteten der Prager Firma Alimpex. Das Unternehmen ist im Bereich Großhandel und Vertrieb von Frischwaren tätig. Das Sortiment umfasst derzeit mehr als 1000 Produkte. Eine Spezialschiene von Alimpex ist die Erzeugung von Pasteten. „Diese Pasteten sind wirklich exzellent und zählen zu meinen ganz persönlichen Favoriten“, verriet Lechner.

Ebenso wie die Konfekte der Firma Kamila Chocolates aus Vyskytná nad Jihlavou. „Kamila Chocolates“ ist eine eingesessene tschechische Firma, die eine Vielfalt an Konfektvarianten nach alten tschechischen Rezepten aus dem Jahre 1930 erzeugt. „Unser Produktportfolio umfasst mehr als 60 Sorten, die wir in jeder gewünschten Verpackung – von Blech- über Holz- bis hin zu luxuriösen Keramikdosen – anbieten. Unsere Kunden können aber nicht nur aus vielen Verpackung wählen, sie bekommen jedes einzelne Stück Konfekt auch maßgeschneidert, indem wir es mit einem individuellen Logo versehen“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens.

Neue Geschäftskontakte könnten sich auch mit der Firma Miko International GmbH anbahnen. Eine der Spezialitäten des Unternehmens aus Frýdek-Mistek ist die Honigtorte „Marlenka“, die bereits in einem Großteil der EU vertrieben wird. Franz Lechner: „Wir von Spar sind immer auf der Suche nach neuen, außergewöhnlichen Spezialitäten. Diese Honigtorte erfüllt zweifellos diesen Anspruch. Für uns durchaus ein Favorit.“ Miko International jedenfalls hat jede Menge Kapazitäten. „Erst im Juni dieses Jahres haben wir rund 12 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte investiert. Sie ist mit der europaweit modernsten Technologie ausgestattet und ermöglich nun eine monatliche Kapazität von 950.000 Stück Honigtorte“, erklärte der Firmensprecher.

Knuspriges bot hingegen die Bäckerei Zdeněk Švestka aus Tasov mit einem besonders lang haltbarem Vollkornbrot in Fladenform. „Dieses Produkt wird ohne jegliche Aufheller oder Konservierungsstoffe hergestellt und ist vielseitig verwendbar. Gesundes Knabbergebäck ist für unser immer ein Thema“, erläuterte Franz Lechner und nahm abschließend einen Schluck des gesunden Ginseng-Likörs der Firma Eim-Eko aus Uherský Brod. „Ein Lebenselixir“, wie die Repräsentatin des Unternehmens erklärt. „Wir sind auf die Herstellung von Elixieren auf Basis eigener Patente spezialisiert. Ginseng-Wurzeln kaufen wir frisch in Nordchina, die wir zu Likör und Tee, auch Ginseng-Mehl verarbeiten.“ Die Asiaten schwören auf Ginseng zur Erhaltung der Gesundheit und Lebensverlängerung. Und nun auch die Österreicher, denn seit August dieses Jahres ist die Firma Außenhandel Jehlicka aus Gerasdorf Exklusivimporteur des vielversprechenden Elixiers.

Delegation des SPAR-Einkaufteams mit tschechischem Botschafter Dr.
Jan Koukal (außen rechts) und Handelsrat DI Jiří Dorňák (2. v. r.,
Organisator des Events).

Quelle domus communications in Zusammenarbeit mit DI Jiří Dorňák, Handelsrat der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien und Martina Konecká, CzechTrade Vienna