Haus Tugendhat in Brno

Das im Jahr 1930 von Ludwig Mies van der Rohe errichtete Haus Tugendhat in Brno ist ein herausragendes Beispiel für den Anfang der 1920er-Jahre entstandenen „internationalen Stil“ in der Architektur der Moderne.

Diese Villa gilt als das letzte bedeutende europäische Werk des 1886 in Aachen geborenen Architekten Ludwig Mies van der Rohe, bevor er 1930 zum Direktor des Bauhauses in Dessau wurde und 1937 nach Amerika emigrierte. Kennzeichnend für den „internationalen Stil“, den Mies van der Rohe wesentlich mitprägte, waren Asymmetrie in Grund- und Aufriss, kubische Bauformen, Stahlskelettbau sowie Verzicht auf Ornament und Profil. Dazu gehört auch die Verwendung von Glas, Stahl, Stahlbeton und Chrom. Diese neuen kompositorischen Errungenschaften verwirklichte Mies van der Rohe hier erstmals an einem Wohnhaus.

Die Stahlskelettbauweise mit kreuzförmigen, verchromten Trägern erlaubte eine freie Raumaufteilung, da auf tragende Wände verzichtet werden konnte. Riesige, per Knopfdruck versenkbare Glaswände – damals ein Novum – verstärkten den Eindruck eines einzigartigen Raumkontinuums.

Aus: Welt online

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